Orchestra Baobab

Diese Woche gastierte das Orchestra Baobab für ein Konzert in Zürich, im Moods Jazz Club im Schiffbau. Ich bin ja schon lange ein Fan der Band bzw. deren Musik. Das „Orchestra“ existiert schon seit 50 Jahren (mit Unterbrechung und in wechselnder Besetzung…). Wer sich für mehr Details interessiert, kann dies auf Wikipedia nachlesen.

Das letzte Mal war ich 2009 an einem Konzert der Gruppe. Damals lief alles sehr routiniert ab, es wurden die Bestseller im selben Arrangement wie auf den Platten „abgespult“. Dieses Mal schien mir die Band aus deutlich jüngeren Musikern zu bestehen, die nicht nur viele neue Stücke spielten, sondern auch die Klassiker neu interpretiert haben.

Grundsätzlich bin ich bei Livekonzerten immer etwas zwiegespalten. Einerseits geniesse ich die Stimmung in der Halle, die (Inter-)aktion mit den Musikern, die Bühnenshow etc. Andererseits finde ich, dass bei dem ganzen überlauten Rambazamba die Feinheiten der Musikstücke etwas verloren gehen. Vielleicht liegt das ja auch an meinen nicht mehr ganz jungen Ohren, aber wenn ich die gleichen Stücke zuhause im Wohnzimmer abspiele, kann ich jede Nuance heraushören, die im Lärm der Livekonzerte häufig untergehen.

Ein tolles Erlebnis war es natürlich trotzdem 🙂

Zur Technik: Konzertfotografie gehört ja nun beileibe nicht zu meinen Paradedisziplinen. Allerdings braucht der Mensch hin und wieder auch ein bisschen Herausforderung; und davon gab es an diesem Abend genug 😉 . Erstens war es gerammelt voll; sich mit dem Fotoapparat durch die Menge zu schlängeln/drängeln/kämpfen war nicht immer einfach. Ich bin da definitiv zu wenig selbstbewusst… Der auf Anfrage vom Veranstalter ausgehändigte Batch „Konzerfotograf“ hat aber tatsächlich etwas geholfen. Zweitens war natürlich das Licht wie üblich an Konzerten sehr schwierig. Gigantische Kontraste, sekündlich wechselnde Farben und Intensität und sowohl Musiker wie Publikum pausenlos in Bewegung. Das hiess konkret: Offenblende, ISO 6400, Belichtung auf die hellen Gewänder der Musiker und hoffen, dass ich den Rest in Lightroom richten kann… 😉 Als Objektive kamen das 4.0/28mm sowie das 3.4/75mm zum Einsatz. Mein TTArtisan mit Blende 1.25 wäre natürlich perfekt gewesen, aber der elektronische Verschluss wäre mit der wogenden Menschenmasse überfordert gewesen (Stichwort „rolling shutter“, siehe auch mein Test zum TTArtisan 1.25/90mm).

Unter den Umständen bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis; mehr geht natürlich immer 🙂


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