Zürcher Weinland im Herbst

Der diesjährige Herbst schlug ja wieder mal alle Rekorde: Wochenlanges Traumwetter mit angenehmen Temperaturen und blauem Himmel. Dass aufgrund des „zahmen“ Wetters die Bäume noch relativ lange ihre Blätter behielten, kam der Farbenpracht sehr zugute. Kurzum, Wanderer und Fotografen hielt es bei diesem Wetter nicht zuhause…

Einen der letzten Sonntag waren meine Frau und ich daher im Zürcher Weinland unterwegs. Mit der S-Bahn bis Embrach-Rorbas, von dort zu Fuss über Rorbas, Teufen, Tössegg und den Rheinuferweg nach Eglisau. Insgesamt ca. 10-12km, also eine nette Nachmittagswanderung mit nur einem Aufstieg zu Beginn, nämlich zur Burgruine Freienstein hinauf. Die schweisstreibenden 15 Minuten lohnen sich allerdings, denn von dort oben hat man einen fantastischen Rundblick über das Zürcher Weinland. Bis zum Schloss Teufen führt der Weg mehrheitlich flach durch Wiesen und Weinberge, bevor es dann hinunter geht zur Tössegg. Von Rorbas nach Tössegg sind es ca 5-6km, also ungefähr eine bis anderthalb Stunden Wanderzeit. Wir benötigten über drei Stunden für diese Wegstrecke! Das hatte nichts mit unserer Fitness zu tun, sondern mit der Tatsache, dass ich praktisch das Auge nicht mehr vom Sucher nehmen wollte oder konnte. Kaum war ein Motiv im Kasten, das Stativ zusammengeschoben und die Kamera im Rucksack versorgt, wartete hinter der nächsten Ecke bereits die nächste „Wow“-Aussicht. Tja, was will man machen; wenn man jetzt schon mal da ist bei den genialen Bedingungen (nur ein paar weisse Wölkchen am Himmel wären noch das i-Tüpfelchen gewesen) muss man das eben ausnutzen.

Bis wir schlussendlich bei der Tössegg eintrafen, war die Südseite des Rheinufers Richtung Eglisau bereits im Schatten. Glücklicherweise war aber das Nordufer noch von der Sonne beschienen, sodass trotzdem noch ein paar wunderbare „Weinfotos“ möglich waren 🙂 . Die kleine Fähre, die im Sommer bei der Tössegg über den Rhein setzt, war jetzt im Oktober offenbar nicht mehr in Betrieb. Übrigens, „Tössegg“ heisst der Ort, weil 1.) der Rhein dort einen Bogen macht, also eine Ecke, eben ein „Egg“ auf Züri-Tüütsch und 2.) genau an dieser Ecke die Töss in den Rhein mündet.

In Eglisau wäre ich dann gerne noch ein bisschen fotografieren gegangen (Stichwort „Blaue Stunde“), aber da hat meine Frau dann ihr Veto eingelegt… Sie war den ganzen Tag sehr geduldig mit mir, aber wenn sich der Hunger meldet, hört der Spass auf 🙂 . Wir haben also direkt das Restaurant „Bahnhof“ angesteuert, wo es hervorragende Pizzen gibt (habe ich in einem früheren Beitrag glaube ich schon mal erwähnt…).

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Historische Römerbrücke in Rorbas

Noch vor dem Aufstieg zur Burgruine Freienstein haben wir die historische Römerbrücke in Rorbas besucht.

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Weinberg bei FreiensteinDer Ausblick vom Burghügel Richtung Südosten

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Weinberg bei FreiensteinZwischen Freienstein und Teufen reiht sich ein Weinberg an den anderen.

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Weinberg beim Schloss TeufenAuch beim (alten) Schloss Teufen wird Wein angebaut.
So ein blauer Himmel glaubt einem ja kein Mensch im
Zeitalter von Photoshop und Co. Ist in diesem Fall aber tatsächlich echt…

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HerbststimmungKurz vor Eglisau stand die Sonne schon sehr tief, was mit dem aufkommenden leichten Dunst eine traumhafte Gegenlicht-Stimmung ergab.

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Weinberg bei EglisauNoch ein letzter Blick ans Nordufer des Rheins, wo die Weinberge noch voll in der Sonne liegen.

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