Schon wieder am schönen Lac Léman (Vevey und Montreux)

Vor rund zwei Wochen waren wir ja schon mal in Vevey (siehe Beitrag “Vevey – ein Blitzbesuch an Pfingsten“). Meiner Frau hat es so gut gefallen, dass Sie da unbedingt noch mal hinwollte. Da wir sowieso noch einen SBB-Gutschein für die 1. Klasse hatten, fiel der Entscheid nicht schwer (SBB = Schweizerische Bundesbahnen).

Diesmal habe ich die eleganten Schaufelraddampfer des Lac Léman nicht nur fotografiert, sondern wir sind damit auch von Vevey nach Montreux gefahren und am späten Nachmittag wieder zurück, Dauer je rund 20 Minuten. Montreux ist deutlich mondäner als Vevey, hat mehr Noblesse und Eleganz, aber ich persönlich finde Vevey charmanter. Alles natürlich unter dem Vorbehalt des ersten Eindrucks; schliesslich kann man an einem einzigen Nachmittag nicht zwei Städte komplett erkunden.

Dieses Mal war ich auch klüger und habe das Stativ mitgenommen; ich hatte vom letzten Besuch ein paar Bilder im Kopf, die ich noch nachholen wollte. Langzeitbelichtung und so… vielleicht erinnert Ihr Euch… 🙂 . Ganz zu hundert Prozent konnte ich meine Vorstellungen aber nicht umsetzen, denn erstens herrschte Kaiserwetter und das bedeutet: Ein strahlend blauer, aber aus fotografischer Sicht laaaaanweiliger Himmel. Und zweitens hatte es dermassen viele Leute am Ufer und im Wasser, dass es kaum möglich war, vernünftig und in Ruhe zu fotografieren. V.a. auf den beiden Wassernymphen waren nonstop immer irgendwelche Leute am rumturnen und posieren (voll der grassierende Selfie-Wahn)… Trotzdem, die beiden untenstehenden Bilder von der Nymphe und der Gabel kommen meinen Vorstellungen schon etwas näher. Dass die Langzeitbelichtungen einen etwas surrealen Look geben, passt m.M.n. hervorragend zu den Motiven, die selber ja auch etwas surreal sind. Bei “La fourchette” habe ich versucht, dies auch durch die Wahl der Perspektive bzw. des Standpunktes noch zu unterstützen: Im Profil statt von vorne.

Irgendwie schon krass, wie man als Fotograf das Wetter und die Umwelt wahrnimmt und bewertet: Für “normale” Leute ist blauer Himmel super, für mich als Fotograf langweilig. Wenn allerdings draussen der Wind bläst und die Wolken über den Himmel ziehen (gerne auch noch mit Regenschauern dazwischen), werde ich ganz kribblig, wenn ich drinnen bleiben muss. Andere Leute sind froh, unter diesen Bedingen nicht nach draussen zu müssen. Normale Leute sitzen abends auch beim Nachtessen, der Landschaftsfotograf will draussen vom magischen Licht der blauen  Stunde profitieren. Und so weiter und so fort, es gäbe noch viele Beispiele. Manchmal ärgere ich mich ein bisschen über mich selber, weil ich schönes Wetter nicht einfach geniessen kann. Hin und wieder könnte ich aber auch schreien vor Freude (und tue dies sogar manchmal..), wenn ich bei vermeintlich schlechtem Wetter draussen bin und überwältigende (Licht-)Stimmungen erleben und fotografieren darf.

Geht Euch das ähnlich oder bin ich ein komischer Kauz…? 🙂

Montreux - Schaufelraddampfer

Mit dem Schaufelraddampfer “Montreux” sind wir nach Montreux gefahren… 🙂

.

Montreux

Hier die Uferpromenade von Montreux. Schon die Anzahl der (Nobel-)Hotels deutet darauf, dass Montreux von einer gutbetuchten Klientel bevorzugt wird…

.

Vevey - Wassernymphe

Die einzige Aufnahme, die ich von einer der beiden Wassernymphen machen konnte, bevor sie wieder als Klettergerüst für übermütige Jugendliche herhalten mussten… 🙂

Vevey - la fourchette

Bei “Der Gabel” war die Situation etwas entspannter, weil etwas weiter weg vom Ufer. Allerdings war gerade ein Stand-Up Paddelkurs im Gange, der von einer Drohne gefilmt wurde, was auch wieder ziemliche Action rund um die Gabel verursachte.

.

 

Alle Fotos in den Beiträgen dieses Blogs unterliegen dem Copyright Enrico Caccia. Ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist das Kopieren, Herunterladen, Vervielfältigen, Verteilen oder sonstige Verwenden dieser Bilder aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet. Bei Interesse an einem der Bilder nehmen Sie bitte unverbindlich Kontakt mit mir auf.

For all photos in this blog: Copyright by Enrico Caccia, all rights reserved

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.