Iran – Reisetagebuch, Tag 5+6, von Kermanshah nach Ahwas

Der fünfte Tag, also Donnerstag, war der bisher anstrengendste: Fahrt von Kermanshah über Susa (Ausgrabungen und Daniel Grabmal sowie Sush Museum) und Chogha Zanbil (elamitischer Stufentempel) nach Ahwas. Das bedeutete 500km Fahrt über einen Pass von 2300 M.ü.M. Landschaftlich sehr reizvoll, hügelige, trockene Steppen (Iraner haben mir versichert, dass im Frühling alles grün sei) und felsige Bergkämme bis 3500 M.ü.M. Aufgrund der langen Strecke keine Chance für Fotohalte… 🙁 .

Nach den Bergen erreichten wir die Ebene von Shush (Susa), die Temperaturen von deutlich über 40 Grad für uns bereit hielt inkl. einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 1000%. Besuch des Shush-Museums, des Grabmals von Daniel und des elamitischen Stufentempels von Chogha Zanbil. Da wir ziemlich Verspätung gegenüber unserem Zeitplan hatten, erreichten wir den Tempel kurz nach Sonnenuntergang. Das erlaubte wunderbare Bilder zur blauen Stunde! Der Preis für dieses fotografische Highlight war eine Ankunft im Hotel in Ahwas um 22:00 Uhr und Abendessen um 22:30 Uhr. Danach fielen alle wie tote Fliegen ins Bett, denn am nächsten Tag warteten nochmals über 500km und eine frühe Tagwache um 06:00 Uhr auf uns… Rund um Ahwas konnten wir noch einige Ölquellen ausmachen, die durch ihr charakteristisches Feuer zum Abfackeln der Gase weithin sichtbar sind.

Bei der Abfahrt in Ahwas um 07:30 Uhr dreissig zeigte das Thermometer bereits 33 Grad an. Der Morgen verlief ereignislos, die vorbeiziehende Landschaft war flach, trocken und reizlos. Die geplanten Besichtigungen in Bishapur (sassanidisches Felsenrelief in der Schlucht Tang-e Chowgan und Ruinenstadt Shapur) fielen einem heftigen Gewitter zum Opfer, dass ausgerechnet zu dieser Zeit über die Berge zog… 🙁

So war dieser sechste Tag also ein reiner Transfer von Ahwas nach Shiraz, dementsprechend gibt es nur ein paar Fotos von unterwegs für einen Eindruck der Landschaft.

Impression vom Bazar.

Der elamitische Stufentempel.

.

Irgendwo zwischen Hamadan und Shush.

.

Auf der Strasse nach Ahwas. Genauso heiss und trocken, wie es aussieht, war es auch..

Dies war das Gewitter, dass uns die Besichtigungen am sechsten Tag verunmöglichte. Leider ist es mir nicht gelungen, einen Blitz aufs Bild zu bekommen, denn ziemlich bald zog ich es vor, mich mit meinem Stativ in Sicherheit zu bringen

Alle Fotos in den Beiträgen dieses Blogs unterliegen dem Copyright Enrico Caccia. Ohne meine ausdrückliche Genehmigung ist das Kopieren, Herunterladen, Vervielfältigen, Verteilen oder sonstige Verwenden dieser Bilder aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet. Bei Interesse an einem der Bilder nehmen Sie bitte unverbindlich Kontakt mit mir auf.

For all photos in this blog: Copyright by Enrico Caccia, all rights reserved

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.