Ein neuer Foto-Blog – wirklich nötig?

IMGP4465Ächz…, schon wieder ein neuer (Foto-) Blog, werdet Ihr wahrscheinlich denken. Braucht es tatsächlich noch jemanden, der seine Meinung, seine Erlebnisse und seine Erfahrungen unge-fragt der Welt mitteilt? Der Einwand scheint berechtigt. Ich habe deshalb auch sehr lange überlegt und gezögert, ehe ich mich schluss­endlich doch dafür entschieden habe.

 Warum also?

Ich bin nun seit vielen Jahren, eigentlich seit den Anfängen des öffentlichen Internets in den 90igern, online unterwegs. Zu Beginn war das Internet ja eher statisch, d.h. als Privatperson konsumierte man Inhalte, die von offiziellen oder kommerziellen Organisationen online gestellt wurden: Viel Text, wenig Bilder, wenig Werbung und gar keine Videos. Erst mit dem sogenannten Web 2.0 wurde das WorldWideWeb interaktiv. Man konnte auf Inhalte reagieren und antworten sowie Artikel und Dienstleistungen kaufen und bestellen. Und vor allem entwickelte sich das Internet zur Informationsquelle Nummer 1, ganz egal für welches Thema. Gerade für sogenannte “special interest” Themen ist das unglaublich nützlich. Es entstanden Internet-Foren, wo sich Gleichgesinnte virtuell treffen und austauschen können.

Auch ich bin seit Jahren in verschiedenen solcher Foren unterwegs, zuerst eher passiv als Mitleser, mit der Zeit aber auch aktiv. Und mir ist bewusst geworden, dass ich aus den vielen Foren-Beiträgen und privaten Blogs mehr Nutzen gezogen habe als aus den kommerziellen Webseiten. Es sind zwar meistens sehr subjektive und persönliche Erfahrungen, und man sollte nicht alles glauben, was einem präsentiert wird (das ist im realen Leben übrigens nicht anders…). Trotzdem widerspiegelt die Summe dieser privaten Meinungen eine Realität, die die von Werbeprofis gestalteten Firmenwebseiten nie abbilden können (bzw. wollen).

Ich habe erkannt, dass jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann, sollte er auch noch so klein und unbedeutend erscheinen. Es ist wie bei Abstimmungen: Der Einzelne kann zwar nichts ausrichten, die Summe aller Einzelnen bestimmt jedoch das Ergebnis! Das einzelne Sandkorn ist nichts (nur lästig, wenn es einem in die Strandsandalen gerät), Millionen Sandkörner zusammen ergeben jedoch einen wunderschönen Sandstrand.

Vor diesem Hintergrund sehe ich auch meinen Blog. Es soll ein Informations-Sandkorn im WorldWideWeb sein, dass seinen kleinen Beitrag zum virtuellen Sandstrand leistet.

Puh…, eigentlich hatte ich mir bei der Planung dieses Blogs vorgenommen, nur kurze und prägnante Beiträge zu schreiben. Ich will ja die Geduld meiner Leser nicht schon zu Beginn überstrapazieren. Und jetzt ist der erste Beitrag schon so lang geworden…

Schwamm drüber; ist ja auch ein schönes Gefühl, wenn man weiss, dass man noch Verbesserungspotential besitzt… 🙂

Also, in Zukunft kürzer, prägnanter und mit Fotos! Würde mich freuen, wenn Ihr regelmässig vorbeischaut.

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